Die Sagen von Sprejnik und Gerbod

Die Sagen (frei nacherzählt)

Sprejnik

Der Riese Sprejnik schnitzte einst einen großen und starken Bogen. Damit wollte er sein Reich zwischen Bautzen und den Oberlausitzer Bergen besser schützen. Um zu erproben, wie weit seine Pfeile fliegen, schoss er einige in Richtung Berge. Als seine Helfer danach suchten, fanden sie die Pfeile weit weg in einem Tal. Mit den Händen ließen sie sich nicht aus dem Boden ziehen. Die Pfeile mussten ausgegraben werden. Aus den Löchern begann frisches Wasser zu sprudeln. Die drei Spreequellen am Kottmar, in Neugersdorf und Ebersbach waren geboren. Dadurch entstand ein Fluss, der noch heute durch die Lausitz fließt. Unsere Vorfahren nannten ihn Spree - zu Ehren des gütigen Riesen Sprejnik.

Gerbod

Hier, wo heute die Spree am Kottmar entspringt, gab es vor langer Zeit moosbedeckte Felsen und üppige Blumenwiesen. Dies war das Reich des Zwerges Gerbod. Als Gerbod eines Tages unter einem Erlenbaum eingeschlafen war, wurde er vom Singen, Tanzen und Lachen der kleinen Kottmarelfen geweckt. Das machte den Zwerg wütend und er vertrieb die Elfen mit seinem Wurfspieß. Der bohrte sich tief in den Boden ein und brachte eine neue Quelle hervor. Das Bächlein vereinte sich schon bald mit der Spree. Der meist unsichtbare Zwerg Gerbod ist bis heute der gute Geist vom Kottmar.